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Excel für Förster

Eigentlich habe ich mich nie für Computer interessiert. Leute am Computer waren Nerds. Haben sich für Mathe interessiert. Meinen ersten DOS Kurs habe ich mit 12 gemacht. Das war ungefähr die Zeit in der der Kommodore rauskam. Im Westen. Im Osten waren die Rechner noch so groß wie Kinderzimmer. Wahrscheinlich mit Röhren.
Ich war damals von Computern so schnell abgetörnt wie von Skispringen oder Fußball. Man schaute auf einen blinkenden Cursor, gab Zahlen und Befehle ein, und bekam: Zahlen.

Wenn man sich damals schon für Science Fiction interessierte, dann entstand der Eindruck im Kopf, dass sich einem eine phantastische Welt eröffnete, wenn man mit diesen Dingern sprechen konnte. In Wahrheit sind diese Teile erst heute so weit, wie man sich das damals vorgestellt hat.… weiterlesen

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Getriebeschaden

Montag. Wir haben seit 2 Wochen den alten Kia Carnival meines Schwiegervaters. Leasing Ablöse. Nicht sexy, aber wir als Großfamilie brauchen diesen Bus. Für was Neues reicht’s nicht. Viel Geld mit Internetseiten, die Zeiten sind vorbei. Das Mädchen muss in den Kindergarten. Rein in den Bus, rauf auf die B27. Ich schalte in den Fünften. Brmmmm. Ich schalte wieder in den fünften. Brmmm. Jedesmal fliegen das Kind und ich fast an die Scheibe. Es ist knapp. Wie immer. Das Kind fragt was. Ich bin gereizt. Nicht reden! Technische Defekte und knappe Zeitfenster machen mich angespannt. Vorm Kindergarten. Kein Rückwärtsgang. Kupplung treten, Gang rein. Vorwärts. Was is? Fragt das Kind. Ich: wir müssen rein. Drin, wie immer, die Letzten. Geradeso. Hören Lauschen Lernen findet doch mit der Tochter statt.… weiterlesen

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Der enge Einweckgummi der Komfortzone

Meine Frau war gestern im Improvisationstheater, und hat darüber geweint, dass von 130 erwachsenen Menschen niemand spontan in der Lage war, nach Aufforderung seinen Vornamen in Richtung Bühne zu rufen.
Wir haben in unseren Leben so sehr die reine Konsumenten Position bezogen, dass echte Interaktion uns beschämt und erschreckt. Wir haben so lange konsumiert und alles vorgebacken bekommen, dass das ganze Leben wir Fernsehen geworden ist: anschalten, Programm abspulen, abschalten …

Wenn wir bemerken, dass wir in solch eingefahrene Gleise geraten sind, gibt es genügend Angebote, die uns anbieten, diese Gleise zu verlassen, das Leben auf das Unerwartete auszudehnen. Wunder, Überraschungen und Reichtum zu erleben. Und Unsicherheit.

Diese Angebote können sicher nichts versprechen, denn der der sie wahrnimmt, geht mit sich dorthin, und kann nur so weit gehen wie er gehen möchte, gehen kann.… weiterlesen