Termine
13.-14. Oktober 2007 in Frankfurt/M
10.-11. November 2007 in Frankfurt/M
24.-25. November 2007 in Göttingen
Seminarleiter


Konzept
Wir leben in einer Welt, die zunehmend schneller wird.
Diese Tendenz ist gekennzeichnet durch zunehmende Beschleunigung, zunehmenden Lärm und zunehmende Reizüberflutung.
Auch wir sollen schneller werden, wollen oder können aber nicht; das eigene Zeitgefühl wird nicht schneller. Aus dieser Diskrepanz entsteht Unruhe, Hektik und Rastlosigkeit, kurz gesagt, Stress.
Wenn wir die "eigene", organische Geschwindigkeit verlieren, verlieren wir langfristig auch den Kontakt zu uns selbst. Was ist eigentlich meine Geschwindigkeit? In welcher Geschwindigkeit möchte ich mich eigentlich bewegen? Welches ist die dem Körper und Geist angemessene Geschwindigkeit?
Dieses Seminar spricht Personen an, die den Kontakt zu ihrem Ruhepol und zu ihrer Stille wieder herstellen wollen. Ziel ist, in Einklang mit sich selbst zu kommen.
Meditation und Alexandertechnik sind Hilfen, den Kontakt zum eigenen Ruhepol wieder herzustellen. Das Innehalten, das genaue Hinschauen und die Achtsamkeit sind Werkzeuge, deren (Wieder-) Erlernen in diesem Seminar im Mittelpunkt stehen. Werkzeuge, die wir gerade im Alltag verwenden können.
Wir bieten Alexandertechnik und Meditation gemeinsam an, da sie sich gegenseitig sehr ergänzen; vielmehr noch, sie haben auch ähnliche Wurzeln.
Eine dieser gemeinsamen Wurzeln ist die tiefe Akzeptanz unserer
selbst. (Geist der Akzeptanz)
Auf dieser Basis ist Veränderung überhaupt erst möglich.
Methoden
Die von uns angebotene Meditation ist in der Tradition des Zen begründet. Es ist das stille Sitzen, auch Zazen genannt.
Es sind kurz Sitzperioden von 20-30 Minuten unterbrochen von der Gehmeditation.
Dieses stille Sitzen ist "Nicht Tun".
In seiner reinen Form sogar "Absichtsloses Sitzen",
Innerlich wirklich still werden. Und dann sehen, was passiert.
Die Alexander Technik ist eine Arbeit, die das Erkennen und Verändern von Bewegungs- und Verhaltensmustern zum Thema hat. Durch Achtsamkeit für unsere körperliche- und innere Bewegungen lernen die Schüler einen besseren Umgang mit sich selbst. Dadurch lassen Verspannungen nach, Aufmerksamkeit und Selbstwahrnehmung werden gefördert.
Der australische Schauspieler F.M.Alexander litt beim Auftritt an Heiserkeit. Er begann sich selbst zu beobachten und entdeckte, daß er beim Rezitieren seinen Hals gewohnheitsmäßig verspannte und seinen Kopf nach unten zog. Dadurch enstand ein Druck im Kehlkopf, der zur Heiserkeit führte. Durch langjähriges Erforschen und Experimentieren gelang es ihm, mit den dabei entdeckten Mitteln sein Problem zu lösen und seine Entdeckungen anderen Menschen zur Verfügung zu stellen.
Bewusstes Anhalten und Entscheiden
Die F. M. Alexander-Technik basiert auf dem Grundgedanken, dass alle geistigen, seelischen und körperlichen Prozesse untrennbar in einem direkten Zusammenhang stehen. Dabei hat für die körperliche Koordination die Beziehung zwischen Kopf, Hals und Rumpf vorrangige Bedeutung: Das ausbalancierte Verhältnis dieser drei Partien ist entscheidend für eine freie und gelöste Steuerung der Bewegungsabläufe.
Jeder Mensch entwickelt im Laufe der Jahre Verhaltensweisen, die nicht selten den Rahmen seiner Möglichkeiten begrenzen. In einer körperlichen Über-oder Unterspannung werden sie sichtbar: Wir ziehen uns in unser Innerstes zurück; oder wir versuchen "Rückgrat" zu beweisen. Dabei bestimmt die Macht der Gewohnheit unser Tun. So ist es kaum möglich, Verhalten einfach dadurch zu ändern, dass man es sich "vornimmt". Bewusstes "Geradesitzen" gelingt in der Regel nur für einen kurzen, konzentrierten Moment, häufig auch gar nicht. Und während wir glauben, aufrecht zu sitzen, zu stehen oder zu gehen, belasten und verspannen wir Körperpartien, die dafür gar nicht zuständig sind.
Mit Hilfe der Alexander-Technik lernen wir, ungünstige Bewegungsmuster durch bewusstes Stoppen zwischen Reiz und Reaktion zu durchbrechen - für einen Moment nicht wie gewohnt auf einen äußeren oder inneren Bewegungsimpuls zu reagieren.
Mentale Anweisungen sowie die feine Stimulation durch sanfte Berührungen zeigen uns verblüffend schnell und klar, welche Möglichkeiten uns mit der Alexander-Technik zur Verfügung stehen. Durch gezieltes Training gewinnen wir langfristig eine neue Wahl- und Entscheidungsfreiheit in der Art unseres Verhaltens - so können wir das gesamte Spektrum unserer körperlichen und geistigen Funktionen besser nutzen.
Für dieses Seminar sind keine Vorrausetzungen erforderlich.
Vielleicht nur das Interesse, sich kennen lernen zu wollen. Es braucht etwas Mut sich einem Veränderungsprozess hinzugeben, der uns entscheidende Impulse geben kann, endlich die Person zu werden, die wir immer sein wollten: Ganz authentisch.
Anmeldung
Gerald Weischede