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Männer brauchen kein authentisches Marketing

Der Anfang von Allem

Lange Zeit haben wir nur Webseiten gebaut. Internetseiten. Homepages. Lange hat niemand wirklich nach Marketing gefragt. So eine Internetseite braucht kein Marketing. Sie muss nichts verkaufen, und sie verkauft auch nichts. Wir haben einfach schöne Webseiten gebaut, mit Inhalten und nach Wünschen des Kunden. Fertig. Ewig ging das so. Und das hätte auch noch ewig so gehen können.

Doch je voller das Internet wurde, um so mehr Leute wollten, dass ihre Seite auch gefunden wird. Ist ja klar. Genau zu dem gefunden werden, was man anzubieten hat. Das ist der Traum. Doch jetzt sind wir schon beim Kern der Sache. Wie benenne ich das, was ich anzubieten habe genau so, dass es zu dem passt, was mein Kunde sucht. Das ist Internetmarketing. Im Internet mit meiner Dienstleistung oder meinem Produkt von den Leuten gefunden zu werden für die ich es eigentlich anbiete.

Das Abenteuer Marketing

Jetzt geht das Abenteuer los. Und es gibt verschiedene Möglichkeiten dieses Abenteuer anzugehen. Die einen machen so eine Art Cockpit Marketing. Die präparieren ihre Seiten mit bestimmten Worten und Suchbegriffen und beobachten dann an ihren Charts aus dem Hause Google wie sich das Wild verhält. Ob es die Kirrung annimmt würde der Jäger sagen. Klicken, kaufen, verweilen. Aus meiner Sicht hält sich der Spaß hier in Grenzen, sich selbst gern um das eigene Marketing zu kümmern. Es sein denn man mag Zahlen, Tabellen und Excel. Dann hurra. Hier ist mir der erste Unterschied zwischen Männern und Frauen aufgefallen.

Viele Frauen haben kein Problem damit, bei einem tropfenden Wasserhahn den Handwerker zu rufen. Männer lassen es tropfen, weil sie es im Prinzip ja selbst können. Ich selbst maße mir keine handwerklichen Fähigkeiten an. Aber meine Frau. Drum tropft es bei uns dann etwas länger. Aber von uns ist auch gar nicht die Rede.
Also. Männer rufen keinen Handwerker für Dinge, von denen sie glauben, dass sie sie selbst erledigen könnten. Punkt. Hier versagt SEO. Keyword Targeting. Die ganze Excel Parade am männlichen Ego zerschellt.
Ich rede hier nicht von Männern die ihr Handwerk verstehen, also den SEO und Google Analytics Handwerkern, die wirklich wirklich gern auf Excel Tabellen starren. Ich spreche von Männern die glauben, dass sie Suchmaschinenoptimierung selber machen könnten, weil es nach so einer Männersache aussieht, kleine Codes zu installieren, und dann dabei zuzuschauen, wie die Klickraten nach oben gehen. Die Frauen, die den Handwerker gerufen haben, sind hier inzwischen schon auf Seite 1 bei Google.

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Authentisches Marketing
Die aufregendere Seite des Marketing für dich als Selbstständigen, als Ich AG oder Kleinunternehmer ist das authentische Marketing. Das klingt fantastisch, man muss einfach nur so sein wie man ist, und die Leute rennen einem die Bude ein.

Doch wie bist du?
Was bekomme ich bei dir?
Auf welche Art bekomme ich es?

The Sisterhood

Hier glaube ich ist eine Verschwörung im Gange. Die Verschwörung der Sisterhood of Authentic Marketing. Neben wenigen Ausnahmen die ganz weit vorn mitspielen, und die als Mann und Mensch zu sehen sind, ohne sich hinter SEO, Keyword und Technik Firlefanz zu verstecken, halten viel mehr Frauen ihre Nase in den Wind. Da wird frech und authentisch gebloggt, da werden Selfies mit Kundinnen gepostet und nette Videos zu bestimmten Themen direkt in der Küche aufgenommen. Ja, Frauen und Küche, das hat schon immer gepasst, könnte man jetzt süffisant sagen. Passt. Aber nicht immer. Es sind Videos aus allen Lebenslagen. Im Auto. Fröstelnd vom Strand. Mit dem Eiffelturm im Hintergrund.

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Bitte das Essen nicht instagrammen

Neulich habe ich gelesen: keinen interessiert was du zum Frühstück hattest. Und doch scheint mir bei den Vertreterinnen des authentischen Marketings genau das eine Rolle zu spielen. Zeig mir was du zum Frühstück hattest und ich sage dir ob ich dich als Coach anheuere.
Während ich bei männlichen Kollegen das Gefühl habe, das sich meist nur Männer aus der Branche in den Kommentaren tummeln, mit Fachtipps und Links zur Sache, herrscht bei den Heroines echte Akquise und Bereicherung. Das heitere Leben. Mit Verkauf.

Männer muss man nicht sehen, Männer riecht man

Sind wir Männer einfach die schüchternen Wesen? Die, wenn sie keinen Schraubenschlüssel und kein Bier in der Hand haben das Maul nicht aufbekommen? Oder ist es so, das es doch einfach die technischeren Themen sind, die interessieren, und deshalb die Mischung aus Leben und Business nicht ganz so leicht über die Zunge kommt? Gibt es weniger Männer als Frauen, die an einem gut laufenden Business interessiert sind, das gut über das Internet vermarktet werden kann?

Vielleicht glauben viele Männer, sie brauchen kein authentisches Marketing. Weil Männer sich nicht emanzipieren müssen. Frauen suchen nach einer neuen Identität jenseits eines längst gegessenen Rollenbildes. Vielleicht haben Männer diesen Gong noch nicht gehört. Vielleicht ist aber auch so, dass es kein Videocoaching aus der Küche von Männern geben wird, weil das genau so deplatziert wirkt, wie diese Kostümchen von weiblichen Bankangestellten, die versuchen die besseren Männer zu sein.

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