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Italienisch mit Anstehen – Vapiano

Ich esse gern. Ich esse auch gerne viel. Lange. Ausschweifend. Buffetartige Vielfalt, wenn ich die Wahl habe, und ich es selbst bereite. Besonders beim Frühstück. Wenn Zeit ist. Am Wochenende.

Heute musste ich auch mittags essen. Muss ich immer. Doch heute war es anders. Wir hatten es schon länger vor uns hergeschoben. Vapiano. Eine Art italienischer McDonald. Eine Hipster Kantine. Die Mensa für Jura-Studenten. Wir gehen ins V A P I A N O. Ich muss dabei an den Aschaffenburger Schick denken. Aschaffenburg ist das wahre Italien. Das Nizza von Unterfranken. Esprrrrresso. Rollen mit der Zunge an den Schneidezähnen so wie beim Tiäitsch.

Aschaffenburg Wetter heute auch am Fuße des Harzes. Der Biergarten des Vapiano liegt mittags im Schatten des eigenen Gebäudes.… weiterlesen

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Excel für Förster

Eigentlich habe ich mich nie für Computer interessiert. Leute am Computer waren Nerds. Haben sich für Mathe interessiert. Meinen ersten DOS Kurs habe ich mit 12 gemacht. Das war ungefähr die Zeit in der der Kommodore rauskam. Im Westen. Im Osten waren die Rechner noch so groß wie Kinderzimmer. Wahrscheinlich mit Röhren.
Ich war damals von Computern so schnell abgetörnt wie von Skispringen oder Fußball. Man schaute auf einen blinkenden Cursor, gab Zahlen und Befehle ein, und bekam: Zahlen.

Wenn man sich damals schon für Science Fiction interessierte, dann entstand der Eindruck im Kopf, dass sich einem eine phantastische Welt eröffnete, wenn man mit diesen Dingern sprechen konnte. In Wahrheit sind diese Teile erst heute so weit, wie man sich das damals vorgestellt hat.… weiterlesen

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Getriebeschaden

Montag. Wir haben seit 2 Wochen den alten Kia Carnival meines Schwiegervaters. Leasing Ablöse. Nicht sexy, aber wir als Großfamilie brauchen diesen Bus. Für was Neues reicht’s nicht. Viel Geld mit Internetseiten, die Zeiten sind vorbei. Das Mädchen muss in den Kindergarten. Rein in den Bus, rauf auf die B27. Ich schalte in den Fünften. Brmmmm. Ich schalte wieder in den fünften. Brmmm. Jedesmal fliegen das Kind und ich fast an die Scheibe. Es ist knapp. Wie immer. Das Kind fragt was. Ich bin gereizt. Nicht reden! Technische Defekte und knappe Zeitfenster machen mich angespannt. Vorm Kindergarten. Kein Rückwärtsgang. Kupplung treten, Gang rein. Vorwärts. Was is? Fragt das Kind. Ich: wir müssen rein. Drin, wie immer, die Letzten. Geradeso. Hören Lauschen Lernen findet doch mit der Tochter statt.… weiterlesen

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Frischkäse, wer bin ich?

Da gab es diese faszinierend erhellende Sendung auf RTLII, in der Markenartikel mit Discountartikeln verglichen werden. Fazit dieser Sendung ist, Frischkäse, den ich bei REWE unter einem Markennamen für 1,80 kaufen kann, bekomme ich bei ALDI für 45 Cent.

Die Fabrik in der der Frischkäse hergestellt wird, stellt einfach Frischkäse her, und beide Abnehmer kaufen dort ihren Frischkäse ein. Es ist nicht so, das die ALDI Marke die Billig Marke des Markenherstellers wäre. Nein, es ist schlicht namenloser Standartfrischkäse, der in unterschiedliche Becher gefüllt wird. (Das Gleiche gilt natürlich für Kartoffelchips, Markensekt und Kaffee).

Die Frage ist nun, ob ich jetzt zu ALDI gehen soll, und mir den Frischkäse für 45 Cent kaufe, oder ob ich Frischkäse dann überhaupt noch mag.… weiterlesen

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Der enge Einweckgummi der Komfortzone

Meine Frau war gestern im Improvisationstheater, und hat darüber geweint, dass von 130 erwachsenen Menschen niemand spontan in der Lage war, nach Aufforderung seinen Vornamen in Richtung Bühne zu rufen.
Wir haben in unseren Leben so sehr die reine Konsumenten Position bezogen, dass echte Interaktion uns beschämt und erschreckt. Wir haben so lange konsumiert und alles vorgebacken bekommen, dass das ganze Leben wir Fernsehen geworden ist: anschalten, Programm abspulen, abschalten …

Wenn wir bemerken, dass wir in solch eingefahrene Gleise geraten sind, gibt es genügend Angebote, die uns anbieten, diese Gleise zu verlassen, das Leben auf das Unerwartete auszudehnen. Wunder, Überraschungen und Reichtum zu erleben. Und Unsicherheit.

Diese Angebote können sicher nichts versprechen, denn der der sie wahrnimmt, geht mit sich dorthin, und kann nur so weit gehen wie er gehen möchte, gehen kann.… weiterlesen